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Tierhaltung: Ein Stall für die Zukunft

Tierhaltung: Ein Stall für die Zukunft

Im Fokus

Der intelligente Rinderstall

Melkroboter und Massagebürste – so geht Stall heute. High-Tech erleichtert Landwirten wie Milchkühen das Leben. Klicken Sie sich durch unsere interaktive Graphik, und entdecken Sie den intelligenten Rinderstall.

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Artikel

Kuhkomfort: Und was sagt die Kuh dazu?

Wie lebt es sich im intelligenten Rinderstall? Wir haben Kuh Annabelle in ihrem neuen Stall besucht. Ein Erfahrungsbericht aus Rinder-Sicht.

Hightech im Stall – das nutzt nicht nur dem Landwirt. Der moderne Rinderstall von Rainer Zimmermann erleichtert auch seinen Kühen den Alltag. Melkroboter, Kuhbürsten und bequeme Gummimatten machen den Aufenthalt im Laufstall für Milchkuh Annabelle angenehm.

Annabelle trifft man für gewöhnlich im Liegen an. Wiederkäuend und liegend – so verbringt sie bis zu 14 Stunden täglich. Damit Kühe viel wiederkäuen, müssen sie sich wohlfühlen. Je mehr Kuhkomfort also, desto besser. Und der beginnt bei einer bequemen Matratze.

Annabelle ist eine von 147 Kühen von Landwirt Rainer Zimmermann – und der legt größten Wert auf relaxte Rinder. In seinem neuen Stall hat er komfortable Kuhmatten ausgelegt. Annabelle liegt auf ihrer Gummimatte wie auf einem weichen Feldbett. Die Matratze gibt nach, wenn die fünfjährige Annabelle sich hinlegt oder aufsteht. Für Annabelles Gelenke ist das eine große Erleichterung. Denn die stolze Dame bringt über 500 Kilo auf die Waage.

Auch wenn Annabelle gerne alle vier Klauen von sich streckt: Wiederkäuen macht hungrig. Deshalb marschiert sie vier bis acht Mal am Tag zum Fressgitter. Dort liegt frisches Futter für sie bereit. Annabelle lebt in einem Laufstall, in dem sie sich bewegen kann, wann und wohin sie will.

Manchmal kommt ihr dabei ein fahrender Roboter entgegen. Er reinigt unablässig den Spaltenboden vom Mist, den 147 Kühe nun mal produzieren. So bleiben Annabelles Klauen sauber und entzünden sich nicht. Angst vor einem Unfall muss Annabelle nicht haben: Der Roboter bleibt automatisch stehen, wenn ihm eine störrische Kuh den Weg versperrt.

Es ist nicht der einzige Roboter, auf den Annabelle trifft. Im alten Stall kam Landwirtin Zimmermann jeden Tag, um Annabelle und die anderen Kühe zu melken. Einmal morgens, einmal abends. Im neuen Stall bestimmt Annabelle selbst, wann sie dran ist. Zwei bis drei Mal täglich begibt sie sich zum Melk-Roboter. Deshalb trägt sie einen Sensor um den Hals. Läuft sie zum Melkroboter, erkennt der automatisch, wann sie zuletzt gemolken wurde. Ist dies mindestens sechs Stunden her, reinigt er Annabelles Euter und legt mit seinem Greifarm sanft das Melkgeschirr an. Nach wenigen Minuten ist alles vorbei. Zur Belohnung bekommt Annabelle frisches Kraftfutter, während sie gemolken wird.

Wenn Durst und Hunger gestillt sind, braucht Annabelle gelegentlich eine kleine Massage. Wenn ihr Fell juckt, hilft eines sofort: die schwingende Kuhbürste. Annabelle stellt sich einfach darunter und die Bürste streichelt ihr über Kopf, Nacken und Hinterteil. So bleibt ihr Fell sauber und glänzend – und ihr Körper immer gut durchblutet.

Um ihr Äußeres muss sich Annabelle also keine Sorgen machen – um ihre Gesundheit auch nicht. Bewegt sie sich weniger als sonst, merkt Landwirt Zimmermann das sofort. Annabelles Sensor verrät es. Der Landwirt weiß dann, dass die Kuh krank ist – und ruft den Tierarzt.

Bewegt sich Annabelle mehr als üblich, ist das ein erfreuliches Zeichen. Dann ist sie brünstig – und reif für Nachwuchs. Dreimal hat Annabelle bisher schon gekalbt. Im neuen Stall gibt es einen eigenen Bereich für kalbende Kühe. So kann Landwirt Zimmermann immer ein besonderes Auge auf sie haben – und Annabelle bekommt die Fürsorge, die sie braucht.

Mehr Milch, weniger Stress. Hier erfahren Sie mehr über unsere tiergerechten Rinderställe.

Checkliste

Stallbau: Sechs Tipps für ein perfektes Projekt

Jeder Landwirt weiß: Ein Stallbau-Projekt ist kein Ponyhof. Wer Rindern oder Schweinen ein ideales Zuhause errichten will, braucht eine kluge Strategie. Ob Finanzierung, Bauantrag oder Stalleinrichtung – unser Experte von Stall+Systeme verrät, wie Ihr Projekt zum Erfolg wird.

  • Marko Zacherl weiß noch genau, wie es früher in vielen Rinderställen zuging. „Die Ställe waren dunkel und schlecht belüftet. Die Rinder wurden angebunden und alles andere als artgerecht gehalten“, erinnert sich der 32-Jährige, der als Jugendlicher viele Jahre auf dem Hof seiner Nachbarn mitarbeitete. Auch deshalb liebt Zacherl seinen Beruf: Heute ist er Chef der BayWa-Stall+Systeme und hilft Landwirten, moderne, tiergerechte Ställe zu errichten. Wer seine Tipps beachtet, muss keine Angst vor Neubauprojekten haben:

  • Effizient planen – zügig bauen

    01. Effizient planen – zügig bauen

    Ein neuer Stall braucht ein solides Fundament – und dazu gehört detaillierte Planung. Die Vorbereitung für einen Stallbau kann daher ein Jahr oder länger dauern. „Ein Landwirt braucht eine gründliche Strategie, wohin er mit seinem Betrieb will“, sagt Zacherl. Wie viele Arbeitskräfte benötigt er? Welche Flächen kann er bebauen? Besitzt er genügend Eigenkapital? Mangelnde Planung rächt sich später: Bauverzögerungen und steigende Kosten sind die Folge. So sollte etwa eine Fütterungsstrategie schon vor dem Bau stehen: „Wenn ich da schlampig arbeite, bekommen die Tiere später unzureichendes Futter.“

  • Experten ins Boot holen

    02. Experten ins Boot holen

    Landwirte müssen einschätzen, welches Know-how sie sich von außen holen. Recht, Steuern, Technik, Energie, Bau – viele Fragen kann der Landwirt womöglich nicht selbst beantworten. Zacherl empfiehlt daher, frühzeitig Stallbau-Experten ins Boot zu holen und ein Projektteam zusammenzustellen. „Planen kostet Geld. Aber Nicht-Planen kostet viel mehr Geld.“

  • Finanzierung und Fördergelder sichern

    03. Finanzierung und Fördergelder sichern

    Eine solide Finanzierung ist beim Stallbau das A und O. „Der Landwirt sollte in die Zukunft denken“, rät Marko Zacherl. „Er könnte heiraten, er könnte Kinder kriegen.“ Den Geldbeutel kann der Landwirt schonen, indem er das Maximum an öffentlichen Fördermitteln für sich herausholt. Dafür muss er schon drei Jahre vorher die Weichen stellen. Macht er in guten Jahren nämlich zu viel Gewinn, ist die Förderung hinfällig. Zacherl empfiehlt, sich frühzeitig mit Steuer-, Bank- und Förderberatern abzustimmen.

  • Gesetzliche Hürden beachten

    04. Gesetzliche Hürden beachten

    Ob Tier- und Naturschutz, Förderung oder Baurecht: „Kein Produktionszweig ist derart reguliert wie die Landwirtschaft“, sagt Zacherl. „Alleine ist das für den Landwirt schwierig zu stemmen.“ Der Antrag und das Genehmigungsverfahren für den neuen Stall können sich locker ein halbes Jahr ziehen – teilweise auch deutlich länger. Dies gilt es in der Planung zu berücksichtigen.

  • Für das Projekt werben

    05. Für das Projekt werben

    Wer Anwohner und Kommunen frühzeitig in seine Baupläne einweiht, kann Misstrauen entgegenwirken. „So kann er Vorwürfe von vornherein entkräften“, sagt Zacherl. Und das Risiko verringern, dass Anlieger in einer späteren Bauphase Widerstand gegen das Projekt entwickeln. Ein Landwirt sollte offen für sein Projekt werben und die Vorteile in den Vordergrund stellen: Schließlich erzeugt er qualitativ hochwertige und gleichzeitig preiswerte Lebensmittel!

  • Das Tierwohl im Blick haben

    06. Das Tierwohl im Blick haben

    Marko Zacherl weiß aus eigener Erfahrung: die Tierschutz-Vorschriften werden immer strenger. „Das ist eine gesellschaftliche Diskussion, die Sie nicht aufhalten können.“ Daher kann es sich lohnen, bei einem Neubau über die gesetzlichen Vorgaben hinaus zu gehen. „Ein typischer Stall ist für eine Nutzungsdauer von mindestens 25 Jahren angelegt“, erklärt Zacherl. „Verschärfen sich in dieser Zeit die Tierschutzvorgaben, muss der Landwirt im schlimmsten Fall teuer nachrüsten.“ Stellt er sich aber schon vorher darauf ein, profitieren alle – Verbraucher, Landwirte und Tiere.

  • Weiterführende Informationen

    07. Weiterführende Informationen

    Sie wollen Ihren Stall erweitern, umbauen oder neu bauen? Die BayWa ist Ihr Partner auf Augenhöhe. In dieser Broschüre erfahren Sie mehr über die Stallbau-Projekte der BayWa.

Infografik

In vier Schritten zum neuen Stall

Starker Partner für ein starkes Projekt: Beim Stallbau ist die BayWa Ihr kompetenter Ansprechpartner – und unterstützt Sie auf jedem Schritt Ihres Weges.

Am Anfang steht ein Traum 

Landwirt Mustermann hat einen Traum: ein Stall, der alle Anforderungen an moderne Landwirtschaft erfüllt. Weil Planung, Bau und Stalleinrichtung sehr komplex sind, wendet sich Mustermann an die BayWa. Sie begleitet ihn in vier Schritten zu seinem neuen Stall.

1. Planen 

Landwirt Mustermann hat vom ersten Tag an seinen Ansprechpartner bei der BayWa. Zusammen erarbeiten sie ein detailliertes Konzept, das keine Fragen offen lässt. Dazu eine glasklare Kalkulation: Ein Bauvorhaben – ein Partner – ein Preis. Landwirt Mustermann freut sich: Alle Planungshürden sind beseitigt. Übrigens: Die BayWa erstellt jedes Jahr über 200 komplette Eingabeplanungen für ihre Kunden.

2. Bauen 

Was für ein Behördenaufwand! Zum Glück kümmert sich die BayWa um alle Genehmigungen. Der Baubeginn fällt mitten in die Erntezeit. Doch die BayWa hält Landwirt Mustermann den Rücken frei: Sie sorgt dafür, dass auf der Großbaustelle alles nach Plan läuft – und Landwirt Mustermann für Hof und Tiere da ist.

3. Einrichten 

Der Rohbau steht – jetzt geht es an die Stalleinrichtung: Von Fütterungs- über Lüftungstechnik bis hin zu Melk- oder Kühlsystemen. Der Rohbau ist perfekt darauf abgestimmt – was Landwirt Mustermann Zeit und Geld spart. In einem Testlauf mit der BayWa stellt er sicher: Alle Maschinen laufen einwandfrei. Es ist vollbracht!

4. Service 

Wenn es doch mal Probleme gibt, bringt das Mustermann nicht aus der Ruhe. Ein Anruf bei der BayWa und einer der 90 BayWa-Servicetechniker ist auf dem Weg zu ihm. Das gilt 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Übrigens: Der BayWa-Kundendienst hat über 15 000 verschiedene Originalersatzteile im Gepäck.

Ende gut, alles gut 

Vom Planen bis zum Service alles aus einer Hand: Landwirt Mustermann ist froh, dass er sich für die BayWa entschieden hat.

Sie wollen Ihr Stall-Projekt gleich heute in Angriff nehmen? Hier finden Sie einen Ansprechpartner für Ihre Region.

Meine Story

Ihre schönsten Erlebnisse als Tierhalter

Entdecken Sie die Lieblingsmomente unserer Kunden. Lassen Sie uns an weiteren Erlebnissen teilhaben und senden Sie Ihre ganz persönliche Geschichte an stories@baywa.de.

Ob Kuh, Pferd oder Schwein, ob Hund oder Katze: Unsere Tiere schenken uns Momente, an die wir gerne zurückdenken. Was war Ihr schönstes Erlebnis als Tierhalter? Eine dramatische Geburt mit Happy End? Eine tierische Heldentat?

  • Heike Zimmermann (46, Landwirtin)

    Es war gerade Erntezeit, als eine unserer Kühe plötzlich kalbte. Die Männer arbeiteten gerade auf dem Feld – was nun? Zum Glück waren meine Mutter und meine kleine Tochter Verena (5) bei mir. Zu dritt packten wir an und zogen ein gesundes Kalb aus der Kuh. Ich war sehr glücklich – und stolz auf meine Tochter, die fleißig mit angepackt hatte. Und dann sagte Verena auf einmal: „Das ist halt Frauenpower.“

  • Verena Zimmermann (21, Studentin)

    Vor ein paar Jahren ist einmal ein kleines Kalb aus unserem Stall ausgebüxt. Es war erst fünf Wochen alt und wir machten uns schreckliche Sorgen. Wir haben wie verzweifelt im Dorf und auf allen Feldern nach ihm gesucht – aber es war wie vom Erdboden verschluckt. Drei Tage später kam ein Nachbar zu uns. Er hatte aus einem Feld eine gelbe Ohrmarke lugen gesehen. Zu zehnt machten wir uns dorthin auf. Das kleine Kalb hielt uns ganz schön auf Trab. Nach einer halben Stunde erst hatten wir es eingefangen. Wir waren alle außer Puste – und heilfroh, dass es dem Tier gut ging.

  • Silke Ewen-Kreuz (36, Rettungsassistentin)

    Die beiden Norwegerstuten wurden von den Kindern Paul, Loona, Annalena und Joel mit Fingerfarben angemalt und auf unserer Wiese fotografiert. Es ist das letzte Bild der beiden – eine Stute ist verstorben. Somit sind leider auch die Kutschfahrten nicht mehr möglich. Wir sind deshalb sehr froh, dass wir dieses Bild haben.

  • Monika Fischer (33, Physiotherapeutin)

    Nachdem ich mir den Traum eines Friesenwallaches erfüllt hatte, war die Anfangszeit sehr spannend und aufregend. Natürlich wollten meine Kinder auch reiten und so durfte mein zweijähriger Sohn mit Hilfe seines Papas etwas reiten. Ich führte das Pferd und mein Mann hielt unseren Sohn. Dabei achtete er nur auf das Kind und stolperte deshalb über einen Tretbulldog, der im Weg stand. Es rumpelte laut, mein Mann stürzte lauthals schimpfend neben das Pferd auf den Boden und musste deshalb unseren Sohn loslassen. Was macht das Pferd? Nix! Seither wissen wir, dass er absolut schrecksicher ist.

  • Edith Fröhlich (23, Prospektverteiler)

    Meine witzigste Geschichte war mit meinem schwarzen kleinen Zwergkaninchen Blacky. Er war draußen in seinem Freigehege. Irgendwie konnte er daraus entwischen, hoppelte die Hofeinfahrt entlang zur Straße hinauf und wurde dabei von einer Katze verfolgt. Am Ende fand ich ihn im Kuhstall des Nachbarn. Gott sei Dank war ihm nichts passiert.

  • Anja Schuh (35, Beamtin)

    Ich war 9 Jahre alt, das Ereignis passierte am 24. Dezember: Mein kleiner schwarzer Kater Jimmy, der erst seit wenigen Monaten bei uns lebte und sich aufgrund seiner Scheu in der Regel maximal bis zum Gartenzaun wagte, war plötzlich verschwunden. Meine Eltern, mein Bruder und ich durchkämmten unter stetig verzweifelter werdenden Rufen die komplette Nachbarschaft; bei Einbruch der Dunkelheit mussten wir aufgeben. Meine Tränen kullerten sturzbachweise – dieses Weihnachtsfest war das schlimmste meines Lebens! Kein noch so tolles Geschenk konnte mich von der Angst um meinen geliebten Kater ablenken. An Schlaf war sowieso nicht zu denken. Umso glücklicher und erleichterter waren wir alle am nächsten Morgen: Ein lautes Miauen vor der Haustür verriet, dass Jimmy seinen abenteuerlichen Weihnachtsausflug heil überstanden hatte. Eine ausgiebige Kuschelrunde mit meiner Fellnase entschädigte mich dann doppelt und dreifach für die Schrecken des vorigen Tages – das war mein allerschönstes Weihnachtsgeschenk!

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